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18 Jun |
5. Die Qual der Wahl – Affiliate Netzwerke Grundlagen, Netzwerke
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Wie die Überschrift schon sagt, bei der Auswahl eines oder mehrere Affiliate Netzwerke herrscht die Qual der Wahl. Um ein oder mehrere geeignete Affiliate Netzwerke auszuwählen, sollte man strukturiert und anhand von Kriterienlisten vorgehen. Folgende Kriterien sollten bei der Auswahl als Meßlatte und Vergleichsmaßstab angelegt werden (Reihenfolge ist willkürlich):
- Welche Länder / Regionen können abgedeckt werden?
- Kosten für Setpup & Monatsgebühren
- Transaktionsgebühren
- Anzahl aktiver, angemeldeter Webmaster im Netzwerk
- Stand der Technik (Reporting, Tracking, Flexibilität,…)
- Welche Werbeformen können abgedeckt werden (Klick, PostView, …)
- Art der Betreuung (allgemeiner Support, Key-Accounter, …)
Sobald Sie eine Auswahl der relevanten Länder getroffen haben, schauen Sie sich die in Frage kommenden Netzwerke an. Oftmals gibt es Überschneidungen bei den angemeldeten Webmastern. Pro Land reichen also 2-3 Netzwerke aus um die wichtigsten Publisher zu erreichen.
Bei dieser Selektion können Sie auch gleich die SetupFee und monatlichen Grundgebühren mit in die Auswahl nehmen. Lassen Sie sich dabei nicht von den monatlichen Gebühren abschrecken. Bei guter Verhandlung können Sie diese mit anfallenden Provisionen verrechnen und die Setup-Gebühren sind ebenfalls verhandelbar. Sollten Sie nur begrenztes Budget für Setup und monatlichen Gebühren verfügbar haben, so können Sie anfänglich auch kleinere Netzwerke wählen. Diese verlangen oftmals keinerlei Gebühren, ausser Transaktionskosten. Diese sind ein, aus meiner Sicht, sehr wichtiger Aspekt. Orientieren Sie sich hierbei an 30%, mehr sollten Sie nicht bezahlen!
Ein weiterer Faktor sind die Technik & Trackingmöglichkeiten des möglichen Netzwerks. Besonders bei PPS & PPL Programmen ist es wichtig eine Vielzahl von Möglichkeiten zu haben wie PostView-Tracking, Klick-Tracking, etc. Ein Netzwerk was nur einen Teil davon anbieten kann oder gar ausschließt, würde ich nur als Ergänzung ansehen. Ebenso ist es wichtig, das die Statistiken und Analysen so umfangreich wie möglich sind.
Die Betreuung spielt in der Initialisierungsphase eine sehr große Rolle. Hier sollte eine enge Betreuung durch einen Key Accounter statt finden, der bei der Einbindung und dem Setup beratend zur Seite stehen kann. Sobald das Programm einmal läuft, werden Sie nur noch geringe Betreuung benötigen und können nahezu alles mit Ihren Publishern direkt klären.
Abschließend möchte ich an dieser Stelle keine Empfehlung für ein spezielles Netzwerk abgeben. Jeder Merchant macht so seine Erfahrungen und entsprechend ändern sich die objektiven Meinungen und variieren voneinander. Anhand obiger Kriterien muss jeder neue Merchant für sich persönliche Reihenfolgen und Gewichtungen festlegen. Orientieren Sie sich daran und lassen Sie fremde Meinungen nur am Rand in Ihrer Entscheidung einfließen. Sie werden immer gute und schlechte Erfahrungen zu den einzelnen Netzwerken lesen und hören können. Distanzieren Sie sich auch von Auszeichnungen, gewonnenen Preisen und Votings der Netzwerke. Sie müssen Ihr Programm dort führen können, nicht eine Auszeichnung oder toller Preis!
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17 Jun |
4. In-House Partnerprogramm vs. Partnerprogrammnetzwerke Allgemein, Controlling, Grundlagen, Netzwerke
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Nachdem nun Vergütungsmodell, Ziele und Grundfragen geklärt sind, geht es an die Fragestellung:
In-House Partnerprogramm und / oder externes Partnernetzwerk?
Diese Frage ist mit am schwersten abschließend zu klären und die Antworten können sich im Zeitverlauf eines Partnerprogramms ändern und verändern. Da hier viele Antworten von den zur Verfügung stehenden Ressourcen abhängen, werde ich keine eindeutige Empfehlung aussprechen sondern nur die jeweiligen Vor- und Nachteile beleuchten und einander gegenüberstellen und meine persönliche Meinung dazu kommentieren.
In-House-Lösung
Bei einer In-House-Lösung programmiert der jeweiligen Anbieter eines Partnerprogramms das System komplett selbst. Er passt es individuell in das bestehende System (z.B. XT Commerce) ein und verwaltet alles ausschließlich selbst oder via einer dafür engagierten Agentur. Die nachfolgende Tabelle zeigt mögliche Vor- und Nachteile die in meine Überlegung und Empfehlung einfließen.
| Vorteile | Nachteile |
| keine Netzwerkkosten | Entwicklungskosten für das System |
| höhere Webmasterprovision möglich | schwierige Ansprache von Publishern |
| flexible Gestaltung des Programms | evtl. zusätzliches Personal für Überwachung |
| schnelle Reaktion auf Marktveränderungen | evtl. geringe Akzeptanz bei den Publishern |
| Aufbau von Kernkompetenzen | kein Werbeeffekt durch Listung im Netzwerk |
| bessere Statistiken & Überwachung möglich |
externes Partnerprogramm
Bei einem externen Partnerprogramm wird die bestehende Struktur eines Partnernetzwerkes benutzt. Hier fallen entsprechend Kosten für das Setup, monatliche Grundgebühren und eine Transaktionsgebühr an. Im Regelfall sind all diese Einzelpositionen verhandelbar und sollten auch unbedingt vor Vertragsschluss verhandelt werden. Wie in der In-House Lösung gibt es bei externen Partnerprogrammen ebenfalls Vor- und Nachteile. Diese werden wiederum in einer Tabelle ausgewiesen.
| Vorteile | Nachteile |
| leichtere Ansprache von Webmastern | hohe Anlaufkosten (SetUp-Fee) |
| Werbeeffekt durch Listung im Netzwerk | monatl. Grundkosten |
| keine großen Programmierarbeiten notwendig, nur Pixel muss eingebunden werden | Transaktionsgebühren auf jeden Umsatz |
| geringere Entwicklungskosten, kein vollständiges System zu entwickeln | kein Aufbau von Kernkompetenzen, lediglich Verwaltung |
| große Anzahl möglicher Webmaster | Änderungen sind nur mit Verzögerungen umsetzbar |
| kein Aufbaue von Kernkompetenzen |
Empfehlung & persönliche Meinung
Wie den Tabellen und Gegenüberstellungen zu entnehmen ist, jede Lösung hat seine Vor- und Nachteile. Der zukünftige Programmbetreiber muss sich in erster Linie über zwei Dinge Gedanken machen, bevor er entscheiden kann.
- Ist mein Partnerprogramm massentauglich?
- Habe ich Ressourcen für eine interne Lösung?
Unter Massentauglichkeit ist dabei gemeint, ob es viele potentielle Webmaster / Publisher gibt, die das Programm bewerben können oder nicht. Je spezieller das Produkt oder die Dienstleistung, desto weniger Webmaster werden es erfolgreich bewerben können. Bei speziellen Produkten tendiere ich mehr zu In-House Lösungen, die potentiellen Publisher sind hier meist bekannt oder einfach zu identifizieren. Bei Massentauglichkeit würde ich beides nutzen, In-House Lösungen und externe Partnerprogramme.
Neben der Überlegungen zur Massentauglichkeit muss man sich auch über die verfügbaren Ressourcen Gedanken machen. Wenn Programmierer zur Verfügung stehen, die die technischen Voraussetzungen schaffen (Tracking, Statistiken, Cookieweiche, ..) so sollte man immer auch eine In-House Lösung anstreben.
Der Grund immer auch eine In-House Lösung zu nutzen, wenn die Ressourcen für die Entwicklung zur Verfügung stehen, ist recht einfach dargelegt. Der zusätzliche Aufwand für Kontrolle, Auswertung und Verwaltung für die IHL neben den externen Partnerprogrammen ist überschaubar und sehr gering. Die Schritte müssen für die externen Programme sowieso durchgeführt werden, der Mehraufwand für die IHL ist also minimal. Zusätzlich kann das Unternehmen hier aber Kernkompetenzen, und damit Alleinstellungsmerkmale, aufbauen und seine Publisher besser kennenlernen. Mit einer IHL ist es einfacher gezielt einzelne Webmaster anzusprechen und diesen zusätzlich bessere individuelle Provisionen für die Teilnahme zu zahlen, schließlich spart man sich IHL die Transaktionsgebühren.
Abschließend empfehle ich also, mit Ausnahme sehr begrenzter Absatzfelder, immer eine Ko-Existenz von In-House Lösungen und externen Partnerprogrammen.
Nun geht es hier weiter zur Auswahl der Netzwerke
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8 Jun |
1. Und am Anfang war Nichts … Grundlagen
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Bevor sich ein möglicher Merchant mit Partnerprogrammen und damit einhergehenden Fragen befassen sollte, sind grundsätzliche Überlegungen zu klären:
- Welche Ziele verfolge ich im Internet?
- Wie nutze ich das Internet?
- Ist das Internet ein für mein Produkt, meine Dienstleistung geeigneter Vertriebskanal?
Die für ein mögliches Partnerprogramm wichtigste Frage ist dabei, “Ist das Internet ein für mein Produkt, meine Dienstleistung geeigneter Vertriebskanal?“.
Nur wenn sich das Internet als geeignete Plattform für Repräsentation, Markenbildung, Vertrieb, etc. eignet ist ein Partnerprogramm ein potentieller Baustein im Marketingmix. Dabei kommt es weniger darauf an, ob ein Medienbruch existiert sondern, wie Erklärungsbedürftig ist das angebotene Produkt oder die Dienstleistung.
Während Produkte und Dienstleistung mit geringem oder überschaubaren Erklärungsbedarf einfach im Internet zu vertreiben sind, muss bei komplexen Gütern auch die Frage der Informations- und Angebotsbearbeitung gestellt werden. Als Fragestellungen ergeben sich hierbei:
- Wo wird die Leistung erbracht?
- In welcher Form wird die Leistung erbracht?
- Können Fragen elektronisch (Telefon, e-Mail, Fax) beantwortet und geklärt werden?
- Ist eine Beratung und Angebotserstellung vor Ort bei dem Interessenten angezeigt?
Wenn zumindest Teilprozesse der Angebotserstellung und Akquise via Internet möglich sind, dann ist auch für diese Waren & Dienstleistungen ein Partnerprogramm möglich.
Bevor nun ein Partnerprogramm und Netzwerk oder eine In-House Lösung ausgewählt wird, befasst sich der nächste Artikel mit Fragen zum Partnerprogramm selbst. Hier geht es weiter.